KHD Übung Tritolwerk am 02. und 03.06.17


Dadurch dass der Katastrophenhilfsdienst der österreichischen Feuerwehren im In- und Ausland immer öfters zum Einsatz kommt, ist es natürlich wichtig auch in diesem Bereich regelmäßig und gezielt die Einsatzszenarien von Großschadensereignissen zu üben. Aus diesem Grund wurde im Tritolwerk ABC und Katastrophenübungsplatz des ÖBH eine 2tägige Zugsübung des 1.Zug der 9.KHD Bereitschaft abgehalten. Am Freitag den 02.06. setzten sich 6 Fahrzeuge mit einer Gesamtmannschaftsstärke von 21 Mann in Richtung Tritolwerk in Bewegung.
Unter der Führung von OBI Franz Anzböck und OBI Alexander Mattausch fand am 1. Tag eine Geräteschulung der Großpumpe SPA 900 und des 150 KVA Stromaggregat statt. Eines der Highlights war die Schulung am Telelader, welcher auch von unseren Kameraden bedient werden durfte. Diese Schulungen mit dem im Bezirk Wr. Neustadt stationierten Geräten wurden im Stationsbetrieb abgehalten und von den Kameraden der FF Wiener Neustadt theoretisch und praktisch durchgeführt. Ein neues Personenortungsgerät wurde von OBI Alexander Mattausch näher gebracht. Da es nicht sehr viele Gelegenheiten gibt mit dieser modernen Technik arbeiten zu dürfen, war das Interesse daran sehr groß. Welche Möglichkeiten gibt es nun um verschüttete Personen aufzufinden, einmal das Suchen zwischen Gebäudetrümmern mit einer Kamerasonde und den dazugehörigen LCD Schirm, und zum anderen mit Schallsonden welche man Akustisch über Kopfhörer wahrnimmt, gleichzeitig aber auch die Intensität des Geräuschpegels an einer Skala ablesen kann. Bei dieser Technik bekommt der Spruch „man kann das Gras wachsen hören" gleich eine ganz andere Bedeutung.
Der Abschluss dieses interessanten Tages konnte nur noch durch den Grillabend und dem gemütlichen Beisammensein übertroffen werden.

Am 2. Tag wurde als Übungsannahme ein Gebäudeeinsturz aufgrund einer Gasexplosion mit 2 vermissten Personen simuliert. Hier waren nun die Kameraden des 1.Zug 9.KHD Bereitschaft gefordert, das Auffinden und Retten der Personen mit Hilfe des Personenortungsgerätes in einem möglichst raschen Zeitraum. Das erlernte Wissen konnte durch das rege Interesse bestens umgesetzt werden.
Das Übungsziel wurde durch die engagierte Zusammenarbeit der einzelnen Feuerwehren, rasch und professionell erreicht werden. So waren nach 50 Minuten beide Personen gerettet und die Übung beendet. Mit dem guten Gefühl einen schlagkräftigen und Motivierten KHD Zug zu  haben fuhren alle danach ins Pfingstwochenende.  




Verfasst am 09.06 - 19:44

 
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